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Internationale Wanderausstellung „Ocean Plastics Lab“ gestartet

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Erste Station ist Turin in Italien

Internationale Outdoor-Wanderausstellung präsentiert aktuelle Forschung zur Plastikverschmutzung

Plastikflaschen im Sand, Kaffeebecher, an denen schon Tang klebt, Plastiktüten, die über Fischschwärmen dahintreiben: Bilder von Alltagsmüll am Strand und im Meer sind uns vertraut. Dieser sichtbare Teil ist aber nur ein Bruchteil des Plastiks, das jährlich in den Meeren und Ozeanen landet: umgerechnet ist es die unglaubliche Menge von etwa einer Schiffscontainerladung Müll pro Minute. Ein Großteil des Plastikmülls ist gar nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Größere Kunststoffteilchen zerfallen durch UV-Strahlung und Wellenschlag in winzige Teile, sogenanntes Mikroplastik. In dieser Form gelangt Plastik überall hin. Verheerend daran ist, dass manche Kunststoffprodukte Hunderte von Jahren brauchen, um vollständig biologisch abgebaut zu werden.

Mit dem Ocean Plastics Lab initiiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit dem Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) und mit Unterstützung der Europäischen Kommission sowie weiteren Partnern eine internationale Wanderausstellung zum Thema Plastikmüll in den Meeren. Vier begehbare Schiffscontainer geben Einblicke in die aktuelle internationale Forschung zur Meeresverschmutzung und regen zum Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft an.
Am 27. September wurde das Ocean Plastics Lab im italienischen Turin eröffnet und gastiert dort bis zum 7. Oktober auf dem Piazzo Solferino. Danach sind weitere Stationen geplant, unter anderem in Paris, Brüssel, Washington D.C. und Berlin.

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In der mobilen Outdoor-Ausstellung Ocean Plastics Lab laden Installationen, Animationen und interaktive Angebote dazu ein, sich mit dem Thema Plastikmüll in den Ozeanen auseinanderzusetzen. Kunststoffe sind ein zentraler Bestandteil unseres Alltags und werden in quasi jedem Lebensbereich verwendet. Ob als Verpackung, Flaschen, Spielzeuge, Möbel – wir alle nutzen regelmäßig Gegenstände aus Plastik. Wie kann es gelingen, die Bedürfnisse von Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen zu berücksichtigen?
Die Ausstellung ist eine Einladung an alle Besucherinnen und Besucher, sich diese Frage zu stellen und Lösungsansätze zu entwickeln. Dazu werden auch Citizen-Science-Projekte zum Thema Plastikmüll vorgestellt.

Das Ocean Plastics Lab ist ein deutscher Beitrag zur Umsetzung des G7-Aktionsplans im Kampf gegen die Verschmutzung der Meere. Ein Element ist eine Bildungsoffensive, welche die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Plastikverschmutzung der Meere bekannt machen und die Gesellschaft weltweit für das Thema sensibilisieren soll. In der Woche der Ausstellungseröffnung treffen sich die G7-Wissenschaftsminister in Turin, um bestimmte Themen des Aktionsplanes wieder aufzugreifen.

28.09.2017

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